Altern in der Arbeitswelt - Betriebliches Alternsmanagement

Das Themenfeld Altern in der Arbeitswelt resultierte aus einem Lehrauftrag an der Universität Göttingen sowie der Arbeit mit einigen Pflegeeinrichtungen zu diesem Thema in Verbindung mit meiner eigenen Forschung zu Bewusstsein im Alter und zur Prävention von Demenz.

 

In Zeiten, in denen immer weniger Menschen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, wird das Halten und ggf. auch die Neugewinnung älterer Menschen als Mitarbeiter/innen für viele Betriebe nicht nur interessanter, sondern oftmals sogar existenzsichernd. Ältere Mitarbeiter/innen haben jedoch in vielerlei Hinsicht spezifische Voraussetzungen an den beruflichen bzw. betrieblichen Alltag, um ihre Kompetenzen, Fähigkeiten, Vitalität und Motivation voll einbringen zu können - eigentlich eine Selbstverständlichkeit, die von Personalverantwortlichen aber noch nicht immer berücksichtigt wird, oftmals schlicht aus Unkenntnis, was denn diese spezifischen Voraussetzungen sind.

 

Das Betriebliche Alternsmanagement (siehe u.a. Publikationen von Frerichs Frerichs dazu) bietet einen konzeptionellen Rahmen für entsprechende Überlegungen und deren Umsetzung, die ich mit dem integralen Ansatz und einem transpersonalen Verständnis des Alterns erweitere auf eine Integration des individuellen wie kollektiven Alterns in die Arbeitswelt, die zugleich die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Altern, gerade auch in Bezug auf psychische und spirituelle Gesundheit alter Menschen mit berücksichtigt. Dies kann nach meinem Verständnis als der Beitrag eines Unternehmens bzw. Betriebes im erweiterten Sinne einer Corporate Social Responsibility betrachtet werden, die die Verantwortlichkeit über den betrieblichen Kontext hinaus ausdehnt.