Integrales Modell des Alterns

Ich arbeite, denke und handele aus einer transpersonalen und integralen Perspektive auf diese Welt - also auch auf das Alter(n). Eine integrale Perspektive - das bedeutet für mich das Bewusstsein für die Komplexität und Mehrdimensionalität der Welt, wobei ich mich unter anderem am integralen Theorierahmen des amerikanischen Philosophen Ken Wilbers orientiere, der für mich eine gut nachvollziehbare Grundlage für eine Forschungsreise durchs eigene Altern bietet.

 

Der Prozess des bewussten Alterns zeigt sich bei jedem Menschen unterschiedlich

  • je nach Lebenskontext und Lebenserfahrungen,
  • entsprechend der persönlichen Gedanken und Konstrukten über das eigene Sein und die Welt,
  • abhängig vom momentanen Status von Gesundheit und Krankheit, Fitness und Beweglichkeit, pyschischer Stabilität und spiritueller Verankerung,
  • und nicht zuletzt gewoben aus den Ausprägungen von typischen Mustern verschiedenster Art
  • und dem persönlichen Gravitationszentrum der Ich-Entwicklung.

Eingebunden ist all dies in das Wechselspiel der Verbundenheit des Individuums mit dem Kosmos, dem Einen, dem Absoluten.

 

Eine integrale Perspektive auf das Altern ermöglicht, unsere Einzigartigkeit im Älterwerden bzw. im (hohen) Alter wahrzunehmen und uns selbst als Verkörperung eines unverwechselbaren Schöpfungsimpulses zu sehen. Das ermöglicht uns, das Potential unseres  Lebens in der dritten, vierten oder gar fünften Lebensphase des Menschseins zu entdecken und zu erschließen, verbunden mit der wachsenden Transzendenz bzw. Auflösung des eigenen personalen Ichs und dem zunehmenden Loslassens der eigenen Existenz.