Gespräche zu Bewusst Altern

Kennen Sie das Phänomen, dass Sie sich gerne über den Prozess des/ Ihres Alterns unterhalten möchten, aber die meisten Bekannten und Freunde derartigen Gesprächen lieber ausweichen, mit Sätzen wie "Alt sind wir noch lange nicht!" oder "Man ist nur so alt wie man sich fühlt."? Oder dass Sie sich für Fragen des Bewusstseins oder der Spiritualität im Kontext Altern und Sterben interessieren, aber keinen Menschen finden, der jenseits eines kurzen Gesprächs am Rande dort tiefer mit Ihnen hineingehen möchte?

Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen es zutiefst genießen und regelrecht aufatmen, wenn sie im Gespräch mit mir in die Tiefen des Alterns eintauchen können und Fragen offen diskutieren können, die sie schon lange beschäftigen - Fragen nach dem Sinn des Alterns, Umgang mit Abschied, Verunsicherung über gelegentliche oder zunehmende Vergeßlichkeit, Einsamkeit, eine unerklärliche lebenslange Traurigkeit, zunehmende Gebrechlichkeit, das Sterben und darüber, was danach kommen mag. 

 

Dies sind Gespräche, in denen es nicht darum geht, etwas besser zu machen oder schön zu reden, sondern einfach nur mit dem zu sein, was war und was ist, und es zugleich intellektuell einzuordnen, Impulse zu bekommen, wie noch andere, reifere Perspektiven entwickelt werden können. Für diejenigen, die daran interessiert sind, können spirituelle Perspektiven und Erkenntnisse aus der Bewusstseinsforschung eingeschlossen werden, oder es ist eine längerfristige gemeinsame Arbeit an der eigenen Perspektiverweiterung möglich.

 

Bewusst Altern bedeutet für mich aber auch noch mehr: sich bewusst der Erforschung und Entfaltung des bisher ungelebten Potentials zu widmen oder sich gar auf die Suche nach dem schöpferischen Impuls, der im eigenen Sein eingefaltet ist, zu begeben:

 

Was ist es, was durch mich (noch) gelebt werden will?

 

Dieser Frage zu folgen, sich dieser intensiven Selbsterforschung auch noch mit 70, 80, 90 Jahren zu widmen - das ist für mich aktive, bewusste Demenz-Prävention.

 

Mir ist im Laufe meiner fast 30 Jahre Berufstätigkeit im Feld der Demenz bewusst geworden, dass es sich bei diesem Phänomen eben um eine wachsende Un-Bewusstheit des eigenen Seins handelt. Diesem Mechanismus in sich selbst auf die Spur zu kommen, gewahr zu werden und zu bleiben - das ist für mich Bewusstes Altern. Das bedeutet nicht, dass es nicht zu zunehmender Vergesslichkeit kommen kann. Aber ich kann bewusst bleiben, dass dies geschieht, wann dies geschieht und warum dies geschieht. Und das ist für mich ein entscheidender Perspektivwechsel in der Demenz-Prävention. Es bedeutet auch nicht, dass jede/r auf diese Weise verhindern kann - auf jeden Fall kann ich dies nicht mit Sicherheit sagen. Aber die Wahrscheinlichkeit, so lange wie möglich bewusst zu bleiben - die steigt mit dieser Praxis. 

 

Bei diesem Perspektivwechsel zu begleiten und Menschen im bewussten (statt unbewussten) Altern zu unterstützen - das ist mir ein bedeutsames Anliegen. 

 

Je nach persönlicher Ausrichtung kann dies eher psychologisch oder auch spirituell basiert geschehen - das finden wir im Prozess heraus. Es gibt auch keinen festen Rahmen, auch wenn ich mindestens ein Gespräch pro Monat empfehle. 

 

Für ein Erstgespräch: [email protected]

Diese Gespräche finden online per Zoom statt.