Bildungsangebote - Seminare, Fortbildungen, Workshops - sind das ursprüngliche Kerngebiet meines beruflichen Handelns, und ich entwickele und gestalte in Absprache mit Auftraggebern individuelle Angebote innerhalb meines Themenspektrums Altern, Bewusstseinsentwicklung, Demenz und Spiritualität.
Das ist der Kern meines beruflichen Wirkens - Menschen dabei zu unterstützen, zu verstehen, was mit und in Menschen mit Demenz geschieht - und dieses Pflegenden, Angehörigen - und auch den Menschen, die sich in einem derartigen Prozess befinden - verständlich zu machen.
Ich unterstütze Teams in Pflege, Klinik, Betreuung, Ehrenamt dabei, Demenz auf verschiedenen Ebenen zugleich zu verstehen: theoretisch-wissenschaftlich, emotional-empathisch und intuitiv-metabewusst.
Ich erkläre, was im Prozess einer Demenz geschieht - und ich vermittele Wege, in konkreten Situationen die eigene Wahrnehmung für den inneren Prozess, in dem sich ein Mensch mit Demenz gerade befindet, zu verfeinern und hinter die Fassade dessen, was gerade geschieht zu schauen.
Ich sehe Demenz zuerst einmal nicht nur als Krankheit an, sondern als Bewusstseinszustand, als ein Bewusstseinszustand der Verwirrung und Desorientiertheit. Diesen Zustand können wir als Außenstehende wahrnehmen und bezeugen - wir sind zuerst einmal Zeugen dafür, dass dieser Mensch sich derzeit oder allgemein nicht mehr in "unserer" Welt orientieren kann, und können die Realität dieses Menschen und sie als für ihn wahr annehmen - das ist es letztlich, was auch die "Validation" tut, an der ich mich mit orientiere.
Aus dieser Zeugenschaft heraus, die erst einmal nur wahrnimmt und mitfühlt, können wir aus unserem Wissen über die Symptome der Demenz, aus unserer Empathie für das emotionale Erleben des begleiteten Menschen, und aus unserer Intuition, die wir letztlich nicht erklären können, die Situation eines Menschen mit Demenz tiefer und besser verstehen als wenn wir nur von außen auf ihn schauen.
Ich vermittele in diesem Seminar Wissen über
Dies alles geschieht nicht im luftleeren theoretischen Raum, sondern von Beginn an an konkreten Beispielen aus der Arbeitssituation der Teilnehmer/innen. Theorie wird stets an Beispielen nachvollziehbar gemacht.
Dieses Seminar kann zusätzlich vertieft werden mit Einblicken in die Themenfelder Metabewusstsein und Bewusstseinsentwicklung im Alter, um das Phänomen Demenz in ein Spektrum von Bewusstseinsentwicklung im Alter einzuordnen.
Eintägiges Seminar, mit ausführlichen Fallbesprechungen als Fallsupervision auch auf zwei Tage erweiterbar.
Fortlaufende gerontopsychiatrische Fallsupervision/ Fallsupervision Demenz
Dieses Angebot gilt für Pflege- und Betreuungsteams in der Pflege von Menschen mit Demenz, z.B. in Pflegeheimen und Wohnstiften, gerontopsychiatrischen Stationen in Kliniken, Reha-Einrichtungen oder auch in Ehrenamtsprojekten. Ziele der Fallsupervision können verschieden ausgeprägt sein und werden mit den Auftraggebern und dem Team vor Aufnahme einer Fallsupervision festgelegt, aber auch zwischenzeitlich evaluiert.
In der fortlaufenden Fallsupervision werden nach und nach die Situation und Bedürfnisse aller Bewohner/innen besprochen, wobei Lebensgeschichte,
aktuelle Situation, ggf. auch Medikamente und räumliche Gegebenheiten einbezogen werden. Ich orientiere mich auch dabei an einer Integralen Lebenspraxis für ein Bewusstes Altern, auch wenn diese hier natürlich abgewandelt angewendet wird.
Konkret begleite ich Teams in gerontopsychiatrischen Arbeitsfeldern (im Raum Schleswig-Holstein/Hamburg vor Ort, sonst ggf. online)
Fallsupervisionstage zur Begleitung und Pflege von Menschen mit Demenz
Mit diesem Angebot biete ich aus meiner langjährigen Erfahrung als Fallsupervisorin von Teams in der Pflege von Menschen mit Demenz heraus ein Format an, das als Intensivtag in Seminarform gestaltet wird. Auch Halbtagesformate (3-4 h) haben sich bewährt, wenn es von der Dienstplangestaltung sonst schwer zu realisieren ist, dass die wichtigsten Mitarbeiter/innen zu bestimmten Patienten oder Bewohnerinnen mit mir austauschen und besprechen können, wie mit bestimmten Situationen oder Verhaltensweisen umzugehen ist. In der Regel (nach einer gewissen Eingewöhnungsphase an diese Arbeitsweise) muss mit etwa einer Stunde pro Fallbesprechung gerechnet werden, so dass die Situationen von 3-4 Bewohner/innen oder Patient/innen in einem halben Tag besprochen werden können, in einem Tagesseminar auch entsprechend mehr.
Mögliche Ziele der Fallsupervisionen entsprechen denen, die obenstehend für die fortlaufenden Fallsupervisionen genannt sind.
Supervisionssitzungen für Mitarbeiter/innen aus der Hauswirtschaft und Reinigung
Eines meiner Lieblingsformate! Es ist wundervoll, mit den Mitarbeiter/innen eine Supervisionssitzung zu gestalten, die oft scheinbar nur im Hintergrund und somit zuarbeitend in der Pflege tätig sind. In der Realität des Pflegealltags ist es jedoch so, dass diese Mitarbeiter/innen sehr viel von den Bewohner/innen erfahren, an Positivem wie an Negativem, aber oft keinen Raum haben, darüber zu sprechen oder gar Hilfe in Situationen zu erhalten, die sie alleine im Grunde nicht bewältigen können (siehe dazu u.a. auch meinen Artikel über sexualisierte Gewalt in stationären Pflegeeinrichtungen in der Bibliohek).
Diese Sitzungen, die ich mit kurzen theoretischen und gut verständlichen Inputs z.B. zu Demenz, Depression, Suizidalität, Spiritualität verbinde, werden von diesen Mitarbeiter/innen meist sehr geschätzt, denn sie haben oftmals ein großes Interesse und einen großen Bedarf an Erklärung, Anleitung und Reflexion. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase waren meine bisherigen Supervisionsgruppen für diese Tätigkeitsgruppe sehr lebendig und voll interessierter Nachfragen und Fallbesprechungen.
Die Ziele dieser Supervisionssitzungen können entsprechend der obenstehenden Ziele für fortlaufende Fallsupervisionen vereinbart werden, mit entsprechenden Abweichungen entsprechend der Zielgruppe.
Der Begriff Spiritualität kommt von spiritus - Geist und verweist auf die Hinwendung des Menschen zu etwas Höherem, einer transzendenten Wirklichkeit, die jenseits unserer materiellen Wirklichkeit liegt. Spiritualität bedeutet nicht Religiosität, und auch wenn Menschen, die einer Religion angehören, eine tiefe Spiritualität leben können, so ist diese Zugehörigkeit nicht notwendig, um spirituelle Bedürfnisse oder spirituelle Erfahrungen zu haben.
Im (hohen) Alter, wenn alles langsamer wird und Menschen viel häufiger in der Stille sind oder sein können, kommen bei vielen Menschen Fragen und dringliche Bedürfnisse auf, über Fragen der Endlichkeit, des Lebenssinns, eines Höheren oder Gott zu sprechen und/oder zu hören. Aber wie spricht man in diesen Situationen "richtig", gerade wenn man sich selbst nicht als spirituell ansieht? In dieser Fortbildung gebe ich Anhaltspunkte, wie man unterschiedlichen Stufen spiritueller Entwicklung und daraus resultierende Bedürfnisse in Kommunikation und Begleitung zumindest erahnen kann, wie man allgemein die spirituellen Bedürfnisse eines Menschen erkennt und auf sie reagiert, und auch, wie man damit umgeht, wenn man gerade von der Unmittelbarkeit der spirituellen Not eines Menschen selbst schier überwältigt erscheint.
Dies wird eingeordnet in ein Modell der Bewusstseinsentwicklung im Alter, das ein evolutionäres Potential im Alter aufzeigt - als Orientierungsrahmen für die ehrenamtlich und professionell begleitenden Menschen.
Das Seminar verbindet theoretische Impulse, Diskussion und Selbstreflexion, zudem sind Fallbesprechungen sehr erwünscht.
Eintägiges Präsenz-Seminar, als zwei Halbtagesseminare auch online möglich.
Was bedeutet es eigentlich, "bewusst zu sein"? Gerade im Gesundheitswesen ist der Begriff stark gefärbt von medizinischen Verständnissen wie "Bewusstlosigkeit", Synkopen, Anästhesie, Koma... Zuerst einmal sind wir uns im gesunden, orientierten Seinszustand unserer Umgebung und der anderen Menschen um uns herum bewusst.
Eine weitere Ebene des Bewusstsein ist es, wenn wir als Erwachsene aus einer Dimension heraus die Welt wahrnehmen, die als personales Bewusstsein bezeichnet wird. Carl Rogers hat diese Verkörperung von Bewusstsein eines Menschen als "die voll funktionsfähige Person" bezeichnet. Wenn wir in diesem Bewusstsein verweilen, dann können wir unseren Alltagsaufgaben und Verantwortlichkeiten voll verantwortlich nachkommen, ohne noch vollkommen damit identifiziert zu sein. Wir erfüllen unsere Rollen, aber wir glauben nicht mehr, dass wir (nur) durch unsere Rollen definiert sind. Ich handele als Mutter voll verantwortlich, aber ich glaube nicht mehr, dass die Rolle der Mutter definiert, wer ich bin. Ich handele als Bereichsleitung bewusst und erfülle alle Verantwortlichkeiten, die damit verbunden sind, aber ich sehe mich nicht mehr als "die Bereichsleiterin", sondern als ein Mensch, der (auch) die Rolle der Bereichsleitung innerhat.
Darüberhinaus gibt es jedoch noch (mindestens) eine weitere Ebene von Bewusstsein jenseits des personalen Bewusstseins. Ein Begriff, den ich dafür gerne verwende, ist das Meta-Bewusstsein, den ich durch Terri O'Fallon gelernt habe. Ein anderer Begriff ist das transpersonale Bewusstsein: Wenn wir beginnen, unsere personale Identität loszulassen, nicht mehr an einer fixen Vorstellung von einem unveränderlichen Ich festhalten, und wenn wir die Unsicherheiten des Lebens zunehmend gelassen navigieren können, kann eine neue Identität entstehen, die trans-personal genannt wird. Es bedeutet, dass wir zunehmend gewahr werden, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind und das personale Besitz- und Bedeutungsstreben zunehmend irrelevant wird.
Meta-Bewusstsein oder transpersonales Bewusstsein in Menschen in Leitungs- und Fachpositionen sowie in Teams in Gesundheitswesen und Pflege (und allgemein im Arbeitsleben) zu entwickeln und zu teilen, ist im Sinne eines zunehmenden ganzheitlichen Anspruchs an Pflege und Gesundheitswesen wünschenswert.
In diesem Seminar
Eine anschließende (Online-) Supervisionsgruppe, indem die Potentiale wie Fallstricke dieses Themenfeldes weiter reflektiert werden können, ist ein ergänzendes Angebot.
