Danke!

Der Prozess, der zu all diesen Erkenntnissen führte, die ich auf dieser Website und an anderen Stellen publiziere, war eine Zeit, die in spirituellen Traditionen als Dunkle Nacht bezeichnet wird, ein Transformationsprozess radikaler Art, der alle vorherigen Welt- und Selbstbezüge auflöst und das Sein für eine längere Zeit in vollkommener innerer und oftmals auch äußerer Dunkelheit halten kann. Meine Dunkle Nacht hat sehr lange gedauert, und fast fünf Jahre davon habe ich die innere Auflösung auch im Außen erlebt, auf einer langen Reise, oftmals ohne festes Zuhause, bin mit meinem Fahrrad und später meinem kleinen alten Camper gereist, habe Haussitting gemacht, in AirBnBs gewohnt und in WGs, war eine Weile auf den Shetland-Inseln und habe ein paar Monate in Dänemark gelebt - und war zwischendurch immer wieder bei Freunden, die mich mal für kurz oder länger beherbergt haben, wenn ich keine Orientierung mehr fand in der Welt.

 

Als ich 2023 diese Website aufbaute, habe ich darüber schon einmal geschrieben: Nichts. 

Damals ahnte ich nicht, dass diese innere und äußere Reise noch lange nicht zu Ende war. Diesen jahrelangen Prozess retrospektiv zu erforschen ist Teil meines Forschungs- und Publikationsprozesses, an dem ich arbeite - ich konnte und kann sehen, dass es die Radikalität in diesem Leben brauchte, um die Erkenntnisse gewinnen zu können. Und zugleich war es oft mehr, als ich glaubte, ertragen zu können. 

 

Es gibt einige Menschen, die in diesen Jahren in meinem ganz realen Leben immer wieder für mich da waren, mir ein vorübergehendes Zuhause gaben, zuhörten und mit mir aushielten, was sie oft selbst nicht verstehen konnten, und unter anderem dadurch dazu beigetragen haben, dass ich dies alles durchstehen konnte. 

  • Hanna Hündorf und Ralf Heymann
  • Corrie und Arnd Naundorf
  • Christina und Reiner Sogl

Sie alle verbindet, dass sie mit ihrer Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft immer wieder in einem Ausmaß stabilisierend waren, wie es sich kaum in Worte fassen lässt. 

 

Menschen in spirituellen Krisen brauchen reale andere Menschen und Orte, wo sie einfach sein können. Im Deutschland der Corona-Zeit gab es diese Orte nicht - und bis heute scheinen keine neuen entstanden zu sein. Aber es gibt Menschen, die als Mensch da einstehen, wo es die Gesellschaft derzeit nicht kann. 

 

Praktische Unterstützung bekam ich in großem Umfang von Christian und Natalie Fleck - auch dies nicht wirklich ausdrückbar, was es bedeutet hat, dass sie sich kümmerten, wenn ich alleine nicht mehr weiter wusste. Dies gilt auch in ganz besonderer Weise für das praktische Handeln von Verena Neuenschwander und von Alexandra Retkowski. Erwähnen möchte ich auch Sven Graumann für seine praktische Unterstützung in einer langen Phase, in der die innere Arbeit so herausfordernd war, dass der äußere Rahmen, den er mir damals bot, den notwendigen Schutz ermöglichte. Regine Drewniak und Martin Lohmann ermöglichten mir immer wieder einen sicheren Ort in meiner früheren Heimatstadt, an dem mein Körper sich auch erlauben konnte, einfach mal krank zu werden. 

 

Und nicht zuletzt war und ist da mein Sohn, Florian Wichers, der mich fortgesetzt als seine Mutter gesehen, angesprochen und immer wieder auch gefordert hat, auch wenn die Situation noch so ungewöhnlich erschien. Dies war neben der Bedeutung, die ich in meinen Forschungserkenntnissen sah, der stärkste und oftmals einzige Grund, weiterzumachen, wenn etwas in mir aufgeben wollte. 

 

Roman Angerer war mir insbesondere in den ersten Jahren dieser inneren wie äußeren Reise ein freundschaftlicher Begleiter auf dem Weg des Navigierens in den mir erst einmal so unvertrauten Territorien, und ist zugleich ein geschätzter Kollege im Feld der Bewusstseinsforschung. Verena Neuenschwander hat mich in vielen der dunklen Momente mit gehalten und ist mir in diesen Jahren immer mehr vertraute Freundin und Gesprächspartnerin gerade auch über die mystischen Aspekte des Seins geworden. Brigitte Eva Petri ist mir seit langem Freundin und Gesprächspartnern, insbesondere auch im jeweiligen Ringen mit den Dunkelheiten auf diesen inneren und äußeren Wegen.

 

Viele andere waren da, als Freunde, durch Austausch, praktische Hilfe oder auf anderen Wegen, für einige Tage oder auf längeren Abschnitten: 

 

Frank Behrens, Ullasa Nelles, Moana Hanke, Dorothee Bornath, Sabine Kirchner, Christine Borrmann, Fiona Blythe, Anne Morgan Mark und Bitten Fynsk und alle Menschen sowie Kater Theodor aus meiner Zeit im Søgård, Dorina Steuck und Fynske, ihr störrisches Pony, Svenja Hubenthal, Maury Lee, Jens Winterhalter, Mario Gruhn, Stina Deurell, Gerburg Weiß, die Gemeinschaft und ihre Tiere in Hullersen, Carola und Thorsten Moczalla, Peter Bornholdt, Gregor Geissmann, Ariadne Schrey, Marianne Gallen, Undine Häßler, Karen Lupton auf Yell, Shetland, die WG in Klein Nordende, Cathleen Pohl und Andre Willing, Vigdis Garbarek, Regula Sommer, Amir Freimann, Annelie Nilsson, Purvi Shah-Paulini, Silke Grimm stellvertretend für die ZEGG-Gemeinschaft, die Menschen in Chisholme House, die geduldigen Kolleg/innen, insbesondere Sonja Hoffmann, in der ZESS der Uni Göttingen, mein (früherer) Hausarzt, Claus-Carsten Geck, und alle, die mich 2025 über mein GoFundMe oder auf anderen Wegen finanziell unterstützen, damit ich an der Science of Consciousness Conference in Barcelona teilnehmen und meine Forschung dort präsentieren konnte... 

 

Alle Menschen aufzählen, das gelingt mir nach der langen Zeit kaum noch - und ich bin zugleich sehr dankbar für jeden Menschen, jede Begegnung, jedes Feld und jeden Austausch, die ich erleben durfte. 

 

Danke Euch allen! Ohne Euch wäre ich nicht. 

 

21.02.2026


Ich bin nun in einem Übergang - die Dunkle Nacht scheint mehr und mehr der Dämmerung zu weichen. Immer schneller scheinen neue Ereignisse in Zeit und Raum zu emergieren und lassen in mir Hoffnung entstehen, dass diese Jahre nicht "umsonst" waren - eindeutig ein Gedanke einer personalen Identität. Und ja, es gibt den Wunsch in mir, wieder ein "gutes Leben" erfahren zu dürfen. An dieser Stelle möchte ich Anke Lessmann und Robert Wolf danken, für ihre Wertschätzung für meine Arbeit und mein Sein in den letzten Monaten. Ich fühle mich zunehmend ermutigt in diesem Übergang in eine neue Verkörperung des Seins. 

 

Damit schließe ich diese Seite ab - alle weiteren Entwicklungen werde ich hoffentlich in einem Kontext von zunehmender Verwirklichung des Erfahrenen, Erforschten und Geschenkten berichten können. 

 

03.06.2026


Orte auf der Reise

Ein Privileg dieser Jahre war, dass ich Gelegenheit hatte, an vielen verschiedenen Orten zu Gast zu sein, vorübergehend zu wohnen bzw. länger zu leben. Viele dieser Orte davon waren an sehr schönen, viele zugleich auch an herausfordernden Plätzen - doch so gut wie überall gab es wunderschöne Fotomotive, und die habe ich zahlreich dokumentiert: die lichte, schöne Seite meiner Reise.